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Der Preis eines Welpen

Der Preis eines Welpen

 
Es wird viel über die Welpenpreise diskutiert und man kann Welpen von 350-4000€ kaufen.
 
Jedoch was ist gerechtfertigt, was nicht?
 
Eigentlich wollte ich nie über den Preis eines Welpen reden, aber in der heuten Zeit, in der alles „fast alles“ übers Internet, verschiedene Kleinanzeigenportale, Schnäppchen-Seiten etc. läuft, MUSS ich ein paar Worte darüber verlieren.
 
Sie möchten einen Welpen kaufen, schauen im Internet auf den relevanten Seiten Ihrer bevorzugten Rasse, finden Züchteradressen, klicken sich durch die Webseiten.
 
Dann suchen Sie weiter und finden Anzeigen  „Rassehunde-Welpen“  350.-€  -  500.-€!
 
Die Züchter, bei denen Sie  anriefen sagten was von 1400- 1800.-€ und hier ein Bruchteil und man kann wählen, mit Papieren/ohne Papiere 50% reduziert! Wozu VDH-Papiere, soll doch nur ein Familienhund sein.
 
Doch nun zur Erläuterung – und diesen Absatz finden Sie im Original zusammen mit weiteren wertvollen Tipps zum Welpenkauf auf:

 
Für 250 oder 350 Euro pro Welpe kann kein seriöser Züchter die Kosten für die Aufzucht decken. Selbst für 500 Euro ist das schwer. Wenn Hunde so günstig angeboten werden, hat das meistens einen tragischen Hintergrund: Katastrophale Aufzuchtbedingungen in Hinterhöfen, Kellern oder umgebauten Scheunen sind hinlänglich bekannt. Massenzuchten, in denen Hündinnen als Gebärmaschinen missbraucht und nach wenigen Jahren entsorgt werden. Welpen, die gesetzeswidrig bereits im Alter von fünf oder sechs Wochen von der Mutter getrennt werden. Keine Entwurmungen und Impfungen, dafür aber gefälschte Impfausweise und fragwürdige Gesundheitszeugnisse.
 
Und oft sogar ansteckende Krankheiten, die in der Massenzucht kursieren. Da bleiben auch die frühe Sozialisation und Gewöhnung an ganz normale Umweltreize auf der Strecke. Und mit ihnen die vermeintlich günstige Anschaffung des Rassehundes. Denn der kostet nicht selten schon innerhalb des ersten Lebensjahres ein Vielfaches seines Kaufpreises an Tierarztkosten. Das schmerzt, vor allem emotional, denn schließlich gewinnt man den gepeinigten Vierbeiner lieb
 
Gut, dass er nun in guten Händen lebt, mag man denken und vordergründig ist das so. Tatsächlich aber unterstützt jeder Kauf eines aus unseriösem Hundehandel stammenden Hundes das skrupellose Geschäft von Vermehrern, die vom Mitleid ihrer Käufer bestens leben. Umso besser der Profit mit der Billig-ware Hund läuft, desto öfter müssen die Gebärmaschinen ran. Solange Tierschutzgesetze in diesem Bereich nicht effektiv greifen, ist die einzige Möglichkeit, diesem hundefeindlichen Treiben entgegenzuwirken, keinen Hund dort zu kaufen. Auch wenn es schwer fällt. Es gibt sinnvollere Möglichkeiten, etwas Gutes für Hunde zu tun, denen es schlecht geht, und die nicht aktiv für eine rege Nachproduktion sorgen.“

 
Der Preis eines Welpen setzt nicht nur aus Futterkosten und Tierarztkosten zusammen. Es ist viel mehr, was Sie berücksichtigen müssen.
 
Am Anfang muss es den Züchter geben. Er kauft sich eine Hündin – einen Welpen. Die Chance, dass sie einmal Zuchthündin wird stehen fifty- fifty.
 
·         Aufwachsen
 
·         Futter
 
·         Tierarztkosten
 
·         Nachzuchtbeurteilungen
 
·         Mitgliedschaft in einem seriösen Verein mit Dachverband im Hintergrund
 
·         Zuchtzulassung
 
Im Schnitt vergehen bis zu diesem Zeitpunkt 2-3 Jahre.

 
Nun möchten wir züchten:
 
·         Zuchtstätte anmelden, bestätigen lassen, überprüfen
 
·         Ausstattung zur Zucht und für Welpen
 
·         Weitere tierärztliche Untersuchungen
 
·         Decktaxe
 
·         Fahrt zum Rüden 1x, mehrmals
 
·         Weitere ärztliche Betreuung der Hündin

 
Welpen werden geboren
 
·         Natürlich – manchmal auch Kaiserschnitt
 
·         Tierärztliche Nachuntersuchung der Hündin und der Welpen
 
·         Aufzucht – 24 Stunden + 7 Tage die Woche und das Ganze 9 Wochen lang
 
·         Futter
 
·         Mehrmals entwurmen
 
·         Chipen
 
·         Impfen
 
·         Internationaler Heimtierausweis
 
·         Herzultraschall
 
·         PRA-rcd4-Gentest (je nach Verpaarung)
 
·         2x Wurfabnahme
 
·         Welpenwesenstest
 
·         Abgaben an den Verein/Verband
 
·         Ahnentafeln mit Eintragung ins Register
 
 
 
Nun versuche ich eine einfache Rechnung aufzustellen:
 
150.-€ Herz
 
50.-€ PRA
 
130.-€ Impfen und Chipen
 
100-200.-€ Decktaxe
 
150.-€ Kaution
 
150.-€ Verein/Verband für Abnahmen, Tests, Eintragung (Schriftkram)
 
300.-€ Tierarztkosten Ultraschall, Nachsorge, Entwurmen, ggf. Welpe hat Probleme
 
Futterkosten, Zusätze, Spielzeuge, Erstausstattung, etc. nicht eingerechnet
 
Sollte eine Kaiserschnittgeburt hinzukommen + ca. 1000.-€ pro Wurf. Bei einigen Hunderassen, die Zuchtprobleme haben, klein, selten etc. + weitere Tierarztkosten.
 
Aber lassen wir es jetzt dabei.
Macht ca. 1100.-€ AUSGABEN!!! OHNE FUTTER PRO WELPE.
Natürlich variieren diese Preisangaben. Z.B. Wohnort (Stadt, Land). Hat der Züchter mehrere Zuchttiere? Bekommt er/sie ggf. Züchterrabatte? Welche Untersuchungen und Kontrollen werden durchgeführt.

Seriöse Züchter sind Idealisten, Liebhaber. Sie denken erstmal nur an ihre Tiere, dass es ihnen gut geht und die Welpen zu wunderbaren Vertretern ihrer Rasse werden, gesund und der Rasse entsprechend geartet.

Welpen sind wunderbare Lebewesen, keine Handelsware!


 
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